NCC Deutschland GmbH realisiert in Berlin erstmals ein Projekt nach dem Partnering-Konzept
Als Generalunternehmer errichtet die NCC Deutschland GmbH derzeit für den bayerischen Investor Faber Immobilien GbR an der Lüdersstraße im Südosten Berlins ein vier- und fünfgeschossiges Gebäude mit 13 Mietwohnungen und zwei Gewerbeeinheiten, dazu - im Hof - eine Zeile mit fünf Reihenhäusern. Die Bauarbeiten auf einer Baulücke in der Altstadt Köpenick sollen im Spätsommer 2008 abgeschlossen sein. Und Mit mit 2.000 m2 Wohn- und Nutzfläche wäre dies nur ein kleineres und normales Projekt unter vielen.
Wenn sich die deutsche Tochter des schwedischen Bau- und Immobilienkonzerns NCC AB in Berlin-Köpenick nicht erstmals für eine in der deutschen Baubranche noch kaum verbreitete Herangehensweise bei der Realisierung des Projekts entschieden hätte: Das Partnering, zu deutsch: das Konzept Partnerschaft. Es basiert auf dem Willen aller am Projekt beteiligten Akteure, sich als Team zu begreifen, gemeinsam effiziente Lösungen für Schwierigkeiten im Bauablauf zu finden, ehrlich und vertrauensvoll miteinander umzugehen. Für NCC, den Investor und den Architekten gilt hier das Prinzip des offenen partnerschaftlichen Umgangs miteinander, der sofortigen Thematisierung von Problemen, der laufend aktualisierten Projektberechnung unter Berücksichtigung einer weitestgehend transparenten Kalkulation.
Das Grundprinzip ist international seit längerem gang und gäbe. So haben die Skandinavier, die die deutschen NCC-Kollegen mit der Idee vertraut machten, damit sehr gute Erfahrungen gesammelt. In Dänemark etwa werden bereits ein Drittel aller NCC-Projekte im Generalunternehmergeschäft auf Grundlage des Partnering durchgeführt, Tendenz steigend.
Hindernisse gemeinsam überwinden...
Gerade im traditionellen Generalunternehmerbereich können Zeit fressende Hindernisse ganz besonderer Art auftreten. Die Rede ist nicht von Lieferschwierigkeiten, plötzlichem Diskussionsbedarf mit Behörden oder einer länger anhaltenden Schlechtwetterperiode. Das alles gehört zum normalen Alltag im Baugeschäft. Oftmals liegt der ärgerliche Knackpunkt bei unerwarteten Schwierigkeiten vielmehr im gestörten kommunikativen Umgang zwischen den Vertragspartnern. Statt an einem Strang zu ziehen und die Probleme gemeinsam zu lösen, ergehen sich Investor, Architekt und Generalunternehmer in Schuldzuweisungen. Diese nervenaufreibenden Muskelspiele zwischen den Parteien binden Energien, kosten Zeit und Geld.
Genau hier setzt das von NCC in Deutschland nun erstmals praktizierte Partnering-Konzept an. Um besser gegen mögliche Blockaden gewappnet zu sein, schneller und wirksamer reagieren zu können, bilden Bauherr, Bauunternehmen, Architekten und alle anderen Beteiligten - wie im Sport - eine echte Mannschaft, und zwar von Anfang an. Im Mittelpunkt steht das Projekt, das sozügig, kostengünstig und nervenschonend wie möglich realisiert werden soll - ohne Abstriche bei der Qualität der Bauausführung.