„Die Kinderbauschule ist nicht nur ein außergewöhnliches Ferienhighlight für das Kinderhaus, auch wir betreten damit Neuland“, sagt Evelyn Dietrich, Leiterin des Bereichs Marketing und Information bei NCC. „Für uns ist es die erste Veranstaltung dieser Art. Wir würden uns freuen, wenn es nicht bei dem spannenden Pilotprojekt bleibt und die Kinderbauschule auch in den nächsten Jahren weiter läuft“, so Dietrich.
Die Erfahrungen in den skandinavischen Ländern, aus denen die Idee gewissermaßen „importiert“ wurde, sind jedenfalls mehr als gut. Hier organisieren die jeweiligen Konzerntöchter des schwedischen Bau- und Immobilienunternehmens NCC AB schon seit Jahren Kinderbauschulen für Kinder aus sozialen Brennpunkten und Mitarbeiterkinder. Mit Erfolg. „In Schweden, wo die Kinderbauschule in den Sommerferien von Stadt zu Stadt zieht, ähnelt das bereits einer Art Roadshow“, so Dietrich.
„Wie unseren skandinavischen Kollegen geht es auch uns darum, in den Kindern schlummernde Talente zu fördern“, erläutert Dietrich das Ziel der Kinderbauschule. Es helfe niemanden weiter, den Heimkindern nur mit Mitleid zu begegnen, ohne selbst aktiv zu werden. „Abgesehen davon, dass die Kids aus dem Kinderhaus überhaupt nicht bemitleidet werden wollen, steht für uns ohnehin etwas anderes im Vordergrund, nämlich die soziale Verantwortung, aus der wir uns nicht heraus stehlen möchten. Dass NCC als größter Bauträger der Region Berlin-Brandenburg die Augen vor Problemen in der Gesellschaft nicht verschließen kann, ist klar. Deswegen möchten wir dazu beitragen, auch sozial benachteiligte Heranwachsende nach Kräften zu unterstützen und ihnen Zukunftsperspektiven zu vermitteln“, so Dietrich.
Der Träger des Kinderhauses in Berlin-Hohenschönhausen, der eingetragene Verein Kinderhaus Berlin - Mark Brandenburg, wurde 1991 gegründet. Neben den Mitarbeitern des Kinderhauses engagieren sich eine Reihe von öffentlichen Persönlichkeiten und Unternehmen für die sozialpädagogische Einrichtung, in der ca. 250 Kinder und Jugendliche in 33 unterschiedlichen Teilprojekten von der Mutter-Kind-Wohngruppe über familienintegrative Projekte bis zum Betreuten Einzelwohnen leben. Auch eine Förder- und Integrationskindertagesstätte gehört zum Kinderhaus-Verbund.