Schulstart für 20 junge Auszubildende aus ganz Deutschland nach längerem Ausbildungsstopp / Optimistischer Blick in die Zukunft
Hochbaufacharbeiter sind unverzichtbare Experten auf jeder Baustelle. Sie wissen, wie man Baukörper aus Steinen errichtet, Wärmedämmungen anbringt, Estriche verlegt und Wände betoniert. Umso dramatischer ist der Mangel an diesen Fachkräften, der sich derzeit im deutschen Baugewerbe abzeichnet. Wie viele andere deutsche Bauunternehmen hat sich auch die NCC Deutschland GmbH mehrere Jahre mit der Schaffung von neuen Ausbildungsplätzen im Baubereich zurückhalten müssen. Zu unsicher war die konjunkturelle Gesamtlage der Branche. Damit ist nun Schluss.
Am Montag, den 3. September, beginnt für zwanzig angehende NCC-Hochbaufacharbeiter in Frankfurt/Oder die erste Berufsschulwoche. Die Ausbildung der jungen Männer wird zwei Jahre dauern. Im Anschluss gibt das Bau- und Immobilienunternehmen mit dem blauen Stern im Logo den leistungsstärksten unter ihnen die Möglichkeit, sich in einem dritten Ausbildungsjahr zum Maurer zu qualifizieren.
Die Nachfrage nach den raren Ausbildungsstellen war erwartungsgemäß groß. Vom Hauptschüler über den Abiturienten bis zum Studienabbrecher: Insgesamt hatten sich bundesweit 346 Jugendliche auf die zwanzig zu vergebenden Plätze beworben. Wochenlang waren NCC-Personalleiter Gerd Klinger und seine Stellvertreterin Kathrin Alisch in ganz Deutschland unterwegs, um die Bewerber vor Ort in Augenschein zu nehmen. Neben guten Noten in Mathematik, Physik und Chemie, einem praktischen Test und Fragen zur Allgemeinbildung setzten Klinger und Alisch auf drei Kriterien: Motivation, Zuverlässigkeit und Flexibilität. „Unsere Lehrlinge sollen schließlich unsere künftigen Fachkräfte werden“, sagt Alisch: „Daher müssen sie voll und ganz hinter NCC, unseren Projekten, aber auch unseren Grundwerten Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen stehen. Wir müssen uns auf sie verlassen können.“
Wie Alisch berichtet, unterschätzten einige Bewerber, dass für den Beruf des Hochbaufacharbeiters ein ordentliches Maß an Flexibilität und Mobilität gefordert ist. NCC ist mittlerweile in allen Wachstumsregionen Deutschlands mit Bauvorhaben vertreten. „Selbstverständlich“, so Alisch, „müssen unsere Mitarbeiter dort einsetzbar sein, wo wir sie brauchen. Das setzt gerade für die qualifizierten Facharbeiter, die direkt auf unseren Baustellen arbeiten, eine hohe Bereitschaft zur Mobilität voraus.“ Eine Bereitschaft, die wohlgemerkt schon Grundvoraussetzung für den Ausbildungsvertrag war.