cleargif_vizzit

Fürstenwalde: NCC bildet Hochbaufacharbeiter aus

29. August 2007

Schulstart für 20 junge Auszubildende aus ganz Deutschland nach längerem Ausbildungsstopp / Optimistischer Blick in die Zukunft
 
Hochbaufacharbeiter sind unverzichtbare Experten auf jeder Baustelle. Sie wissen, wie man Baukörper aus Steinen errichtet, Wärmedämmungen anbringt, Estriche verlegt und Wände betoniert. Umso dramatischer ist der Mangel an diesen Fachkräften, der sich derzeit im deutschen Baugewerbe abzeichnet. Wie viele andere deutsche Bauunternehmen hat sich auch die NCC Deutschland GmbH mehrere Jahre mit der Schaffung von neuen Ausbildungsplätzen im Baubereich zurückhalten müssen. Zu unsicher war die konjunkturelle Gesamtlage der Branche. Damit ist nun Schluss.
 
Am Montag, den 3. September, beginnt für zwanzig angehende NCC-Hochbaufacharbeiter in Frankfurt/Oder die erste Berufsschulwoche. Die Ausbildung der jungen Männer wird zwei Jahre dauern. Im Anschluss gibt das Bau- und Immobilienunternehmen mit dem blauen Stern im Logo den leistungsstärksten unter ihnen die Möglichkeit, sich in einem dritten Ausbildungsjahr zum Maurer zu qualifizieren.
 
Die Nachfrage nach den raren Ausbildungsstellen war erwartungsgemäß groß. Vom Hauptschüler über den Abiturienten bis zum Studienabbrecher: Insgesamt hatten sich bundesweit 346 Jugendliche auf die zwanzig zu vergebenden Plätze beworben. Wochenlang waren NCC-Personalleiter Gerd Klinger und seine Stellvertreterin Kathrin Alisch in ganz Deutschland unterwegs, um die Bewerber vor Ort in Augenschein zu nehmen. Neben guten Noten in Mathematik, Physik und Chemie, einem praktischen Test und Fragen zur Allgemeinbildung setzten Klinger und Alisch auf drei Kriterien: Motivation, Zuverlässigkeit und Flexibilität. „Unsere Lehrlinge sollen schließlich unsere künftigen Fachkräfte werden“, sagt Alisch: „Daher müssen sie voll und ganz hinter NCC, unseren Projekten, aber auch unseren Grundwerten Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen stehen. Wir müssen uns auf sie verlassen können.“
 
Wie Alisch berichtet, unterschätzten einige Bewerber, dass für den Beruf des Hochbaufacharbeiters ein ordentliches Maß an Flexibilität und Mobilität gefordert ist. NCC ist mittlerweile in allen Wachstumsregionen Deutschlands mit Bauvorhaben vertreten. „Selbstverständlich“, so Alisch, „müssen unsere Mitarbeiter dort einsetzbar sein, wo wir sie brauchen. Das setzt gerade für die qualifizierten Facharbeiter, die direkt auf unseren Baustellen arbeiten, eine hohe Bereitschaft zur Mobilität voraus.“ Eine Bereitschaft, die wohlgemerkt schon Grundvoraussetzung für den Ausbildungsvertrag war.

Denn die Lehrlinge werden ihr erstes halbes Ausbildungsjahr nicht in der Nähe ihrer Wohnorte, sondern gemeinsam im Klassenverband in Frankfurt/Oder absolvieren. Für die Azubis, die zum überwiegenden Teil aus Sachsen und Sachsen-Anhalt, zum Teil aber auch aus München, Düsseldorf und Frankfurt/Main kommen, bedeutet das Kofferpacken. Und im Frühjahr 2008 werden sie abermals umziehen müssen. Dann setzen sie ihre Ausbildung auf den ihnen jeweils zugeteilten NCC-Baustellen in den einzelnen Regionen fort.
 
Dass NCC in diesem Jahr als eines von wenigen deutschen Unternehmen der Branche wieder Ausbildungsplätze im handwerklichen Bereich einrichten konnte, hängt natürlich auch mit der positiven Gesamtentwicklung des Unternehmens zusammen. Das Geschäft der deutschen Tochter des schwedischen Bau- und Immobilienriesen NCC AB mit Hauptsitz in Fürstenwalde/Spree ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen. Allein 2006 zogen die bundesweiten NCC-Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr von 655 Eigenheimen und Eigentumswohnungen um satte zwanzig Prozent auf 778 verkaufte Wohneineinheiten an. Der Umsatz steigerte sich dabei um zehn Millionen auf rund 190 Millionen Euro.
 
Und diese positive Entwicklung hält weiter an: Im ersten Halbjahr 2007 verkaufte NCC in ganz Deutschland 310 Wohneinheiten, 93 mehr als im Vorjahreszeitraum. Den Löwenanteil am Zuwachs verdankt NCC den Bauträgerbereichen in Berlin und Brandenburg. Diese haben bereits deutlich über 50 Prozent ihres Jahresziels an Verkäufen erreicht. Wie NCC-Pressesprecher Peter Jux betont, sind diese Zahlen schon deshalb bemerkenswert, da erfahrungsgemäß die Verkaufszahlen in den letzten Monaten jeden Jahres noch einmal deutlich anziehen: „Unabhängig von regionalen Schwankungen oder Baubranchen-Trends, unabhängig von der Mehrwertsteuererhöhung oder dem viel diskutierten Wegfall der Eigenheimzulage, wir sind zufrieden und blicken optimistisch in die Zukunft. Auch und vor allem deswegen haben wir zwanzig neue Ausbildungsplätze geschaffen.“
 
Zurzeit beschäftigt NCC in Deutschland 730 Mitarbeiter. Für das Gesamtunternehmen arbeiten europaweit mehr als 21.000 Frauen und Männer.
Details zu den Ausbildungsplätzen im handwerklichen, aber auch im kaufmännischen Bereich erläutert bei Interesse die stellvertretende Personalleiterin der NCC Deutschland GmbH Kathrin Alisch. Sie ist telefonisch unter 03361-670-336 oder per E-Mail unter kathrin.alisch@nccd.de zu erreichen.

Ich möchte mehr zum Thema Fürstenwalde: NCC bildet wieder Hochbaufacharbeiter aus erfahren

Bemerkungen
Senden