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Mieten in Berlin steigen

Märkische Oderzeitung, 17.11.2010

Die Immobilienbranche erwartet für Berlin nicht nur steigende Mieten und eine Wohnraumverknappung, die Nachfrage nach Luxus-Wohnungen in Trendvierteln verdränge überdies eingesessene Familien in Randlagen: Das ist das Fazit der am 17. November veranstalteten Pressekonferenz führender Immobilienprofis zum Berliner Wohnungsmarkt, die in der Hauptstadt auf ein großes Medienecho stieß. Nach Einschätzung von Fred Weber, der für die NCC Deutschland GmbH an dem Pressegespräch teilnahm, ist auf dem Berliner Wohnungsmarkt dennoch nicht „mit der gleichen Zuspitzung zu rechnen wie in Hamburg oder München“ – obwohl „die Nachfrage das Angebot mittlerweile in einigen Bezirken übersteigt“. Der NCC-Regionalleiter für Berlin-Brandenburg verwies in diesem Zusammenhang auf das große Interesse an dem NCC-Bauvorhaben „Residence Garden“ an der Gartenstraße in Berlin-Mitte. Wie die Berliner Zeitung am 18. November berichtet, liegen für zwei Drittel der 48 Eigentumswohnungen bereits Reservierungen vor. Wie dieses Beispiel zeigt, ist dann auch absehbar, dass die Neubautätigkeit in Berlin nicht auf dem derzeit vergleichsweise niedrigen Niveau bleiben wird, so Weber: „Die Zahl der Neubauwohnungen wird sich wieder nach oben entwickeln.“
Dabei, heißt es weiter in der Berliner Zeitung, „zeigt die Firma NCC, dass sich neue Wohnungen auch ohne Subventionen bauen lassen.“ Wobei die monatlichen Mietpreise für von NCC errichtete Wohnungen in Berlin im Schnitt zwischen acht bis neun Euro je Quadratmeter Wohnfläche liegen: „Groß sei die Nachfrage nach Wohnraum mit gehobener Ausstattung, berichtete Weber. Balkon oder Terrasse, Parkettboden, Fußbodenheizung und Fahrstuhl gehören zu den Mindestforderungen in diesem Preissegment.“ Natürlich, wird Weber zitiert, könnten die Mieten für Neubauwohnungen mit einfacher Ausstattung durch die Bereitstellung verbilligter Grundstücke durch die Stadt Berlin auch deutlich gesenkt werden: „Wenn Grundstücke beispielsweise kostenlos abgegeben würden, könnten Bauträger dort Wohnungen zu Mietpreisen von rund fünf Euro je Quadratmeter errichten.“
Das Problem in dieser Hinsicht bringt ebenfalls am 18. November die Berliner Morgenpost auf den Punkt: „Preiswertes Bauland in guten innerstädtischen Lagen ist faktisch nicht zu haben.“ Eine Ursache dafür, so Fred Weber gegenüber der Berliner Morgenpost, ist „die Verkaufspolitik des landeseigenen Liegenschaftsfonds und der bundeseigenen Immobiliengesellschaft, die zwecks Erzielung hoher Einnahmen Grundstücke fast immer nur an dem Meistbietenden verkaufen“.

Ansprechpartner

Katja   Kargert
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