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Bezahlbare Lückenfüller

Frankfurt Allgemeine Zeitung, Ressort Immobilienmarkt, 08.10.2010, S. 37

In einem am 8. Oktober von der Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichten Gastbeitrag wendet sich NCC-Geschäftsführer Nils Olov Boback gegen die weit verbreitete Praxis, auf innerstädtischen Brachflächen und Baulücken zuvorderst teure Luxusprojekte entstehen zu lassen. Dabei, so Boback in der FAZ, „rechnet es sich in vielen Fällen auch, bezahlbaren Wohnraum in Baulücken zu schaffen“. Natürlich sei das Argument richtig, dass Bauvorhaben auf innerstädtischen Brachflächen und Baulücken oft aufwendiger sind als auf Freiflächen außerhalb von Städten und Gemeinden. Die technischen Anforderungen vor allem an den Tiefbau und die Baustelleneinrichtung sind definitiv größer als bei Wohnprojekten, die auf der grünen Wiese entstehen. So könnten, wie Boback ausführt, Sondersituationen wie U-Bahn- oder Autobahn-tunnel, die unter einem Grundstück hindurch-führen oder eine Baulücke tangieren, ebenso „Speziallösungen wie Hochdruckinjektions-verfahren erforderlich machen“ wie Nachbar-gebäude, deren Fundamente entlang der Grundstücksgrenze verlaufen. Keine Frage, insgesamt „verlangsamen beziehungsweise verteuern diese Punkte Projekte, die in innerstädtischen Baulücken realisiert werden.“
Nichtsdestotrotz, schreibt Boback, „ist bezahlbarer Wohnraum in Baulücken möglich“. Nämlich dann, „wenn der Mehraufwand an anderer Stelle kompensiert werden kann.“ Etwa über „neue Wege bei der Verkettung zwischen Bauherr, Architekt und Bauunternehmen“. Vor allem die Rolle des Architekten werde mit Blick auf ein kostenoptimales Ergebnis häufig unterschätzt. Viele verzichtbare architektonische Detaillösungen in Entwürfen machen sich in der Summe als Kostentreiber bemerkbar. So sind runde Bullaugenfenster oder über Eck laufende Fensterbänder nun einmal kostspieliger als Standardfenster. Auch teurer Stahlbeton ist bei gekonnter Planung ein durchaus entbehrliches Material. Und weder runde Fenster noch Stahlbetonbauteile bringen dem späteren Bewohner unterm Strich Vorteile. „Auch ohne sie lässt sich ein ästhetisch anspruchsvolles Haus mit gutem Grundriss verwirklichen“, so Boback.
Will man kostentreibende Planungen vermeiden, ist daher die Abstimmung zwischen Architekt, Bauunternehmen und Bauherr in einer sehr frühen Projektphase das A&O. Erfolgt eine solche frühe Abstimmung, lassen sich, wie Boback auch aus Erfahrungen mit Bauvorhaben der NCC Deutschland GmbH zu berichten weiß, „insgesamt Einsparungen bei den Baukosten im zweistelligen Prozentbereich erzielen - so dass bezahlbarer Wohnraum auch in innerstädtischen Baulücken möglich wird.“

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Kostentreiber Architektur

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