Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und das „Handelsblatt“ in ihren Ausgaben vom 22. Juli nimmt sich auch „Die Welt“ am 30. Juli den Boom auf dem Ferienimmobilien-Markt an der deutschen Ostseeküste vor. Beispielhaft für den Aufschwung wird an dieser Stelle die Gemeinde Glowe auf der Insel Rügen vorgestellt. Auch aufgrund des Tourismusgeschäfts ziehe es in Glowe von den jungen Leuten „endlich keinen mehr in die Ferne, die im Osten Westen heißt, denn Arbeit gibt es genug.“
Glowe, heißt es in der „Welt“, „ist zu einem der beliebtesten Ferienziele in Mecklenburg-Vorpommern avanciert und die Insel Rügen sogar zum Top-Ferienparadies der deutschen Küsten.“ Aus gutem Grund, schließlich punktet die Insel in vielerlei Hinsicht. Dazu gehört der 60 Kilometer lange Strand mit weißem Sand ebenso wie die Bäderarchitektur in Binz oder Sellin und die fast unberührten Orte auf den Halbinseln Ummanz, Zudar oder Mönchgut.
All diese Vorzüge, so „Die Welt“ weiter, locke nicht nur Urlauber nach Rügen, sondern auch Entwickler von Ferienimmobilien: „Häuser und Eigentumswohnungen, ob zur Selbstnutzung oder als Kapitalanlage, sind beliebter denn je.“ Auch vor dem Hintergrund der Finanz- und Euro-Krise wollen viele Käufer „ihr Geld in einen sicheren Hafen bringen.“ Noch nie sei der Run auf Ferienimmobilien auf Rügen daher so groß gewesen wie aktuell.
Bestätigt wird diese Einschätzung in der „Welt“ durch das Geschäft der NCC Deutschland GmbH an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Für die Ferienimmobilien aus der NCC-Reetdachlinie interessieren sich dabei sowohl vermögende Eigennutzer als auch Privatanleger. Und auch an geeigneten Flächen für neue Bauvorhaben mangelt es nicht, wie NCC-Regionsleiterin Patricia Deneke in der „Welt“ bestätigt: „So stehe man kurz vor der Vertragsunterzeichnung für eine Liegenschaft auf der Halbinsel Mönchgut. Kein Haus soll weiter als 1000 Meter zum Strand liegen.“
Wie „Die Welt“ am Beispiel von Glowe zeigt, profitieren die Gemeinden von Ferienhaus-Projekten wie denen der NCC Deutschland GmbH. Hier hat NCC am Kliff Königshörn 58 Reetdachhäuser mit Krüppelwalmen auf dem Gelände einer stillgelegten Ferienimmobilie aus DDR-Zeiten errichtet „und dafür der Gemeinde einen Kurpark quasi geschenkt“. Auch deshalb seien die Kommunen beharrlich auf der Suche nach potenziellen Investoren. Denn „höherwertige Ferienimmobilien ziehen auch ein entscheidend besseres Publikum an.“ Das werte den Ort auf, und „so leiste man sich ein feines Restaurant anstelle von Fastfood und andere Annehmlichkeiten wie den Kurpark.“
Aktuell treibt NCC in der Gemeinde das Bauvorhaben „Dünenwald“ mit 42 Reetdachhäusern voran.