Christian Hunziker widmet sich im „Handelsblatt“ vom 22. Juli dem anhaltenden Bauboom an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Im Hotelbereich dürften demnach in diesem Jahr zu den bereits vorhandenen 180.000 Ferienbetten weitere 2500 hinzukommen. Parallel dazu scheint auch der Strom der Gäste nicht zu versiegen. So erwartet der Tourismusverband im laufenden Jahr ähnlich gute Zahlen wie 2010, als Mecklenburg-Vorpommern 6,67 Millionen Besucher und 27,7 Millionen Übernachtungen zählte: „Damit ist das Bundesland die meistbereiste deutsche Ferien-destination nach Bayern.“
Ermöglicht, so Hunziker, „wurde der Aufschwung an der Küste durch üppige Subventionen aus der Staatskasse.“ Allerdings zeichnet sich ab, dass „der warme Geldregen“ nicht mehr unbeschränkt auf die Projektentwickler im Hotelsegment niederprasseln wird. Schließlich läuft die bisherige EU-Strukturförderung bereits 2013 aus. Eine Folge könnte sein, dass sich der Markt durch das Zurückfahren der Förderung in den nächsten Jahren von Neuentwicklungen hin zu Bestandsoptimierungen verlagert.
Ganz anders sieht Hunziker die Situation im Segment Ferienimmobilien. Dieser Bereich „dürfte auch künftig stark wachsen“. Einen Beleg dafür liefern Hunziker die Aktivitäten der NCC Deutschland GmbH an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Immerhin bereitet NCC hier zurzeit den Bau von nicht weniger als 200 reetgedeckten Ferienhäusern vor. An Möglichkeiten für den Bau neuer Feriendomizile mangelt es dabei nicht, so NCC-Regionsleiterin Patricia Deneke gegenüber dem „Handelsblatt“: „Noch sind geeignete Flächen vorhanden.“ Ein Ende des Ferienhausbooms ist Deneke zufolge dann auch nicht abzusehen, denn: „Die Nachfrage nach Ferienimmobilien an der deutschen Ostseeküste steigt weiter.“