„Das neue Heim ist teuer“ titelt das „Handelsblatt“ am 18. November mit Blick auf die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen. Wobei die Preise nicht nur in einigen ausgesuchten Orten anziehen, „sondern fast flächendeckend“. Eine Erklärung für die steigenden Kaufpreise ist selbstverständlich die hohe, ja, wachsende Nachfrage: „Vor allem in Ballungsgebieten sind potenzielle Käufer auf der Suche.“
Ein weiterer, mindestens ebenso entscheidender Faktor bei den Preissteigerungen sind jedoch gerade bei Neubauten die höheren Standards, die die Bauträger seit einigen Jahren einhalten müssen, wie Andreas Fohrenkamm, Geschäftsführer der NCC Deutschland GmbH im „Handelsblatt“ zu Bedenken gibt. In den deutschen Großstadt-Regionen sind nach Fohrenkamms Angaben die Baukosten von NCC „in nur vier Jahren um bis zu 40.000 Euro pro Wohneinheit gestiegen.“ Fohrenkamm schätzt, dass mindestens die Hälfte der höheren Baukosten auf die schärferen Energiesparverordnungen und Normänderungen zurückzuführen ist: „Deshalb rühren die höheren Verkaufspreise für Neubauwohnungen auch nicht von Spekulantenaktivitäten her, sondern sind zu einem erheblichen Teil schlicht kostenbedingt. Das ist ein großer Unterschied zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern.“
Deshalb könne, wie das „Handelsblatt“ weiter schreibt, in Deutschland auch „von einer Preisblase keine Rede sein“. Eine gesunde Nachfrage in Kombination mit höheren Baustandards – das ist der Grund, weshalb man momentan beim Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung tiefer in die Tasche greifen muss als noch vor ein paar Jahren. Änderung ist gleichwohl nicht in Sicht, so das „Handelsblatt“. Im Gegenteil: Die Preise steigen weiter – und „das dürfte noch eine ganze Weile so bleiben“.