Der „immobilienmanager“ veröffentlicht in einer Spezial-Ausgabe zum Thema Berlin eine Diskussion mit führenden Köpfen des Berliner Immobilienmarkts, an der sich auch Fred Weber, Regionsleiter Berlin-Brandenburg der NCC Deutschland GmbH, beteiligte.
In einem Punkt waren sich die insgesamt neun Gesprächsteilnehmer dabei einig: „Berlins Immobilienmarkt befindet sich im Aufwind“. Zum Beleg für die gestiegene Attraktivität des Haus- und Wohnungsbaus in der Hauptstadt verweist Fred Weber an dieser Stelle beispielhaft auf die Wohnungsprojekte, die NCC vor zwei, drei Jahren im Berliner Großbezirk Pankow begonnen hat: „Damals sind wir ausgelacht worden. Im letzten Jahr hat man uns dann die Bude danach eingerannt.“
NCC suche derweil ständig nach neuen Grundstücken, weil die hohe Nachfrage ungebrochen ist: „Das geht so weit, dass auch Reihenhauspakete, also nicht nur Geschosswohnungsbau, von institutionellen Anlegern nachgefragt werden.“
Wie die anderen Diskussionsteilnehmer äußert indes auch Weber deutliche Kritik an der schwerfälligen Berliner Verwaltung. Denn Baugenehmigungsprozesse dauern in Berlin mittlerweile eine halbe Ewigkeit. Wörtlich berichtet der Regionalleiter in der Runde: „Noch vor wenigen Jahren hat man vom Bauamt nach vier, sechs oder acht Wochen eine Baugenehmigung erhalten. Heute stellt man sein Konzept vor und muss erst mal eine Bauvoranfrage stellen. Die dauert dann ein Jahr. Das ist in der Praxis nicht händelbar.“ NCC habe immerhin noch Glück. Schließlich ist die deutsche Tochter des skandinavischen Bau- und Immobilienriesen NCC AB bei ihren Bauvorhaben nicht auf Bankkredite angewiesen: „Aber wer seine Projekte vorfinanzieren muss, bei dem tickt die Zinsuhr.“