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Aufwind statt Absturz

Frankfurter Allgemeine Zeitung

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23. April geht NCC-Geschäftsführer Nils Olov Boback der Frage nach, warum der deutsche Wohnimmobilienmarkt seit 1997 kaum Preisschwankungen verzeichnet, während sich die Immobilienpreise in Spanien oder Großbritannien zeitweilig sogar verdoppelt hatten. Die Gründe für die Stabilität des deutschen Wohnungsmarktes liegen für Boback »in der deutschen Mentalität in Verbindung mit den Finanzierungsstrukturen beim Immobilienerwerb.« So sei die Mehrheit der deutschen Haus- oder Wohnungskäufer »traditionell auf Sicherheit bedacht«. Das heißt konkret, dass sie Festzinsdarlehen vereinbaren, um ihre Immobilie bis zum 60. Lebensjahr zu entschulden. In Finnland oder Schweden, den USA, Großbritannien oder Australien seien dagegen variable Zinsen üblich. Auch stünde eine Entschuldung oft nicht zur Debatte. In Schweden werden die Immobiliendarlehen sogar bewusst nicht getilgt. Denn Schweden, so Bobacks Erklärung, sind mobiler als Deutsche und ziehen häufiger um: »Bis zum Wohnortwechsel gehen die Käufer davon aus, dass ihre Immobilie im Wert gestiegen ist, mit Gewinn verkauft und das Darlehen damit abgelöst werden kann.« Die Strategie der Käufer werde dabei unter anderem dadurch gefördert, dass bei Selbstnutzern in Schweden die Zinsen als Werbungskosten abgesetzt werden können. Der deutsche Markt sei hingegen anders strukturiert. Makroökonomische Veränderungen – etwa die gegenwärtige Wirtschaftskrise – schlagen sich ebenso wenig auf die Immobilienpreise in Deutschland nieder wie Zinssenkungen. Das bedeutet, so Boback, für den Wohnimmobilienmarkt der Bundesrepublik vor allem eines: »Aufwind statt Absturz«.

Ansprechpartner

Katja   Kargert
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