Investoren denken noch in Kategorien der geteilten Stadt
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung kritisiert NCC-Geschäftsführer Nils Olov Boback am 21. Mai die Zurückhaltung von Investoren aus Süddeutschland auf dem Berliner Wohnimmobilienmarkt. Die Ursachen für die skeptische Haltung Münchner oder Frankfurter Investoren gegenüber dem Hauptstadtmarkt sieht Bobasck vor allem in überkommenen Berlin-Klischees: „Wir beobachten bei deutschen Investoren mit steigender räumlicher Entfernung zu Berlin noch immer erstaunlich oft althergebrachte Vorurteile gegenüber der Stadt. Mitunter haftet Berlin sogar noch das Image als Zufluchtsort für Hausbesetzer und Wehrdienstverweigerer an. Dieses Bild ist Jahrzehnte alt und hat, wenn es denn jemals wahr war, heute nichts mit der Realität zu tun.“ Immerhin gibt es, so Boback aus seiner Erfahrung als NCC-Geschäftsführer, bereits erste Ansätze dafür, dass sich das Bild von Berlin wandelt: „So kommen beispielsweise die Gesprächspartner, die sich für unsere aktuell in Berlin zum Verkauf stehenden Wohnungsportfolios interessieren, aus ganz Deutschland und nicht nur aus Berlin. Zwar treffen wir auch hier teilweise weiterhin auf Vorurteile, die Gespräche sind aber sachlicher als noch vor einigen Jahren.“